Posts mit dem Label Reisebericht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Reisebericht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

10.6.13

das war ... RAR 2013

So, frei nach der Devise : Besser spät als nie!
.. und nun viel Text und viele Bilder :D



FREITAG

Da das Schicksal in solchen Dingen immer auf meiner Seite ist, konnten wir am Freitag gegen 9 Uhr los Richtung Nürburgring pesen. Entspannte Fahrt, keine Staus, alles cremig!

Im Lindner eingecheckt und erstmal aus den Latschen gekippt.
Weil HAMMER Bude ! Wir hatten eine Juniorsuite, über 40qm und offenes Bad mit ebenerdiger Dusche und Badewanne für 2. Da kam mir dann erst der Gedanke: Ach scheiss auf den Ring, ich bleibe hier !
Danach mussten wir unsere Pässe abholen. Und das war schon das 2te Highlight des Tages. Muahaha :D Für mich gabs nämlich den Pass der ... quasi alles kann. Eine Stufe unterm Chef. Ich hätte mich also in die Umkleidekabinen aller Acts, aller Bühnen schleichen können, aber weil ein vertrauenswürdiger Mensch bin habe ich diese Option nicht ausgenutzt, denn ich will ja dass man mich in guter Erinnerung behält, professionell und aufrichtig.

26.11.12

Kulinarische Reise durch Italien Part 2



So, es geht nun weiter mit Teil 2

Die erste Nacht in Italien war... amüsant ^^. Das Zimmer war eigentlich recht schön, mit hohen Decken, 2 großen Betten, großer Dusche ... und sogar mit Klimaanlage. Das wussten wir aber nicht.
Als meine Schwester und ich es uns dann bequem gemacht hatten wurde es sooooooo warm, also mir zumindest. Ich hab dann alle Decken runtergeworfen, aber Madame war ein einziges Knäul.
Dann wurde ich auch noch getreten und draussen musste wohl jemand seine Alarmanlage ausprobieren. Mehrmals.

Am nächsten Morgen gabs dann ein solides Frühstück, denn es ging in den Wald.
Trüffelsuchen :D
Auf einem Parkplatz in der Nähe der Stadt Saigon ( Die Stadt der weißen Trüffel) haben wir dann den Freundlichen Trüffelsucher unseres Vertrauens getroffen mit seiner reizenden Hündin "Puppa".
Die Mädels waren natürlich hin und weg. 
Als alte Hasen wussten wir natürlich dass wir garantiert keinen Trüffel finden werden. Das ist immer so. Und wir waren ja auch nur etwa ne Stunde dabei, normalerweise sind die Jungs bis zu 8 Stunden im Wald. Apropos, die besten Bedingungen für den weißen Trüffel (tuber magnatum) sind Berghänge mit Flussbett um eine gute Feuchtigkeit zu gewährleisten, vielen Bäumen wie Eichen und Nuss, denn der Pilz ist ja ein Symbiont und es muss kalt sein.
Natürlich werden auch Trüffel in anderen Regionen gefunden, wie um Alba oder in sandigeren Gebieten, aber dann ist auch das Aroma anders. Das tendiert dann von Nichts bis Knoblauch, über Benzin und dem eigentlichen Trüffelaroma, der sehr betörend, nussig, waldig, süß und unbeschreiblich.
Ist son bisschen wie wenn man verliebt ist. Erklären kann man das auch nicht wirklich. Aber es fühlt sich toll an. Aber es ist ja auch dem Sexuallockstoff der Eber ähnlich, ist wahrscheinlich eine unterbewusste Geschichte, knickknack und so.
Was einem bei so Trüffelsucherei immer auffällt ist dass es komischer weise immer bergauf geht, wenn man los geht und wenn s wieder zum Auto geht, immer wieder bergauf. Zauberei ;D. Aber wie zu erwarten war, die kleine Puppa hüpfte über Stock und Stein, durchs Geäst fand auch einige Stellen zaghaft gekratzt, aber mit unverwertbaren Knollen, die sie dann auch verputzte. Das war aber nicht schlimm, denn wenns richtige Knollen gewesen wären, da wär die abgegangen wie Schmitds Katze, so richtig. Ist sie aber nicht.  War aber nicht schlimm, denn der Kollege hatte schon auf Vortag einiges an Glück. 

 Eine Knolle schöner als die andere, betörende Aromen und Größe. Und zwar so richtige Oschis.
Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt wirken meine fetten Kinderhände echt mickrig gegen diesen dicken Pilz.
Der Appetit wurde dadurch nicht minder beeinflusst.
Deswegen gings dann direkt zu einer kleinen Institution von Futterbude.
DA AMERIGO
Eine Trattoria im Herzen von Savigno, klein aber OHO.
Neben einem faszinierend guten Lambrusco, der nach Vanille und Beeren duftete gab es noch ein anderes sprudelnd hefiges Gesöff, welches ich mit dem Austrinken sofort vergas.
Das war auch nicht so wichtig, denn die Speisen waren eh um längen besser. Es begann mit carne cruda, quasi sowas wie Tatar, nur gröber. Mit ziemlich dunklen Sommertrüffeln. Schmackig, ein guter Anfang.
Weiter gings mit was total hinreißendem: Passatelli ! Ähnelt einem fluffigen Spätzle, aber irgendwie zarter. Hat mir wirklich richtig gut gefallen. Dazu gabs dann eine ParmesanSauce mit weißem Trüffel.
Alter Verwalter. Ich hätte gerne noch die Teller der anderen gelehrt. War aber schon zu spät.
Vollendet wurden die Trüffelspeisen dann vom Ouvo Amerigo . Ein Eigelb in aufgeschlagenem Eiweiß gebacken, dazu Kartoffelpüree und ... ein verstecktes pochiertes Ei. Und wer hätte es erwartet: TRÜFFEL. Ein Gedicht. Es fehlte lediglich ein Hauch Salz, aber da bin ich eh etwas... speziell.
Eigendlich waren wir dann schon sowas von gesättigt, aber unser Guide hat uns dann das hausgemachte Eis sowas von ans Herz gelegt, dann mussten wir uns das auch teilen.
Quasi Eigelb-Sahne Eis. Salmonellen vorprogrammiert? Ne , ging alles glatt. :-)


 Dann fuhren wir und rollten ins Bett. Schlafen. Diese Nacht wurde etwas "wilder" als die vorherige, denn ich habe wohl, dem Wein zuzuschreiben, etwas geschnarcht. Meine Schwester ist dann einfach ins Badezimmer gezogen. Mitsamt meiner Decke und 2 Kissen. Neben dem Klo hat se gepennt, die Verrückte. Aber morgens waren wir dann fit.

Es ging dann auch wieder von Banzzano zurück nach Savigno, denn dann war Trüffelmarkt inkl. Flomarkt. Also wie in Deutschland ;D. Dort haben wir uns dann noch mit Tortellini und Wurst eingedeckt, ein paar Italienische Espressos zu uns genommen und wieder Trüffel bestaunt. Und wesentlich mehr als am Vortag. Bergeweise.

Aber die Stadt war wirklich wunderschön. Also im Hellen. Generell auch ein schöner Urlaubsort.
Ich glaube auch, dass ich nicht das Letzte mal dort war.

Am nachmittag gings dann zum Flughafen und um 18 Uhr waren wir wieder in Deutschland. Um 19 Uhr waren wir am Parkhaus und um 20 Uhr dann endlich zuhause.


Vielleicht hab ich ja bei dem Einen oder Anderen ein bisschen das Interesse geweckt, mal die Gegend in und um Bologna unsicher zu machen. Eine Reise lohnt sich wirklich und die Flüge sind auch nicht die Teuersten. Überall leckeres Essen, man kann quasi nix falsch machen.

Hachja, Bella Italia, hoffentlich seh ich dich bald mal wieder :D


19.11.12

Kulinarische Reise durch Italien Part 1



Ich bin wieder da, war aber um ehrlich zu sein, auch nicht lange weg.
Es fand eine kleine Italien-Entjungferung statt, was mich sehr beglückt hat. Denn ich konnte bisher nicht von mir behaupten den "Stiefel Europas" je besucht zu haben.

Hauptgrund der Reise waren kleine, knobbelige, olfaktorisch hochwertige Röhrenpilze :

Weiße Trüffel 
auch bekannt als tuber magnatum

Aber fangen wir von ganz vorne an...

Am Freitag gings zum Flughafen, das erste Mal Köln-Bonn. Wir haben unser Auto dort stehen lassen im P3. Protipp: Sollte man nicht tun wenn man mit German Wings fliegt und unter Zeitmangel leidet. Wir mussten vom einen äußersten Ende um anderen äußersten Ende.
Also wanderten wir, und wanderten und wanderten und kamen schwitzend beim CheckIn an.
Koffer weg und nochmal ein bisschen bummeln.
Ab ins Flugzeug und nach ein paar Minuten gabs dann schon die erste Überraschung.
Die Alpen, noch nie zuvor in so einer Nähe und vorallem in dieser Sichtweise beäugt.


Es war total der Knaller, zumindest finde ich das. Ich hab noch nie so hohe und schneebedeckte Berge gesehen, war schon ein echtes Highlight.
Mit Euphorie erfüllt war der Flug in nullkommanix durch und wir landeten am kleinen Flughafen von Bologna. Schon gleich merkte man irgendwie die Italienische Mentalität. Alles etwas lockerer, nich so bürokratisch wie in Deutschland und irgendwie sehr impulsiv. Die Italienischen Damen die uns am Flughafen begegeneten waren alle wunderschön, mit olivenem Teint und wallenden dunklen Locken, die Männer eher von kleinem Wuchs und irgendwie kerniger. Aber alle trugen immer Hammer von Schuhen.
Wir wurden auch bald von unserem Bekannten abgeholt mit dem wir in die City von Bologna fuhren. Parkplatz finden war genauso wie in Düsseldorf oder Köln, vielleicht sogar etwas "aufregender"! 
Aber es wurde Meter für Meter immer älter und interessanter, ich kam mir irgendwann vor wie bei Assassin's Creed. Gleich hüpft Ezio Auditore vom Neptun Brunnen zur Kirche San Petroni. ... man darf ja wohl noch träumen dürfen. Alleine der Besuch dieses Platzes haute mich schon richtig um, vorallem die Weihnachtsbeleuchtung und die laufenden Schokoladen-Messe. Den um den ganzen Platz herum standen kleine Buden mit hochqualitativer Schokolade... herrlich...
                                    
Nach so vielen unglaublich schönen Eindrücken knurrten unsere Mägen mittlerweile schon heftigst und wir machten uns auf den Weg ins Hotel nach Bazzano. Kurz die Koffer weg gebracht und frisch gemacht und zur Trattoria des Vertrauens gebracht. Leider habe ich Dummerle vergessen mir zu merken wie es hieß und wo wir waren, aber es war auch alles einfach zu aufregend.
Und Lecker...

Typisch für die Region Bologna ist Mortadella . Und zwar so riesen Trümmer mit Schwarte. Und das ganz dünn aufgeschnitten. Dazu mampften wir immer in Butter gebackene Teigecken. Köstlich sag ich euch. Was ich leider viel zu wenig gegessen habe sind die klassischen kleinen Tortellini al Brodo, also kleine Tortellini in Brühe, so köstlich wie simpel. Aber es gab ja auch einfach so viel anderes Verlockendes.
Nach einigen Gläsern Frizzante wurde es auch wirklich lustig und wir hatten einen sensationellen Abend. Das Einschlafen im Hotel ging dann auch ganz schnell. Meine Schwester musste mich des Nachts wohl einmal wegen eines dezenten Schnarchens treten, aber so blaue Flecken gehen ja auch wieder weg, ne ;.)

Das war dann Tag 1, dermnächst folgt Tag 2 ... und dann wird's... duftig :D



30.5.12

... ich will zurück nach Westerland !


Vorweg schonmal sorry für soviel Text, aber ich hatte das Bedürfnis, so eine coole Geschichte einfach mal mitzuteilen. Ich wünsche euch viel Spass.
                                                                                                                    

"Ohhh ich hab' solche Sehnsucht,

ich verliere den Verstand!
Ich will wieder an die Nordsee, ohoho
ich will zurück nach Westerland!"

                                 Die Ärzte

SYLT ... diese kleine Nordseeinsel, die quasi schon fast Dänemark ist, ist der Lieblings-Entspannungs-Urlaubsort meiner Eltern. Wenn sie Urlaub machen, dann nur da . So war das auch um Muttertag rum.
Nun, was macht man als brave Tocher, wenn die Mutter auf ne einsame Insel flieht?
Richtig, man besucht sie ;D.
Passenderweise hat sie um diese Zeit rum auf Geburtstag, man da macht man glatt 2 Fliegen mit einem Schlach platt.


Also haben Schwester S. und T. inklusive mir , einige Wochen vorweg, einen Plan geschmiedet.
 Wie kann man also eine Mutti, die erkennt wenn ihre Töchter am Telefon lügen , soweit hinters Licht führen. Wir müssen ja schliesslich 6-7 Stunden Autofahrt geheimhalten. Dafür müssen wir Urlaub beantragen. Und soweiso, einfach vor der Tür stehen ist lame.
Also haben wir kurzerhand meinen Dad gefragt was die Beiden an Mamas Geburtstag so machen. "Ah ihr geht also Essen, sehr schön, wo denn? Aha, im "Landhaus Stricker"! " Gut , jetzt wissen wir schonmal wo die beiden einkehren.
Dann viel uns was sehr cooles ein. Wir haben uns nämlich überlegt als Servicepersonal verkleidet im Restaurant rum zu geistern und zu schauen ob die liebe Mutti uns bemerkt.
Also haben wir uns kurzerhand mit dem Küchenchef unter halten, er hats abgesegnet. Wunderbar.

Als dann langsam der Tag der Reise nahte, haben wir uns um die Feinheiten gekümmert, sprich Perrücke besorgen, Kamera aufladen, Auto volltanken.
Aber was können wir machen falls Mama auf der Arbeit anruft oder während der Fahrt. Also erstmal alle auf der Arbeit briefen, und einfach sagen dass ich auf dem Stillen Örtchen bin und sofort zurückrufe.
Da meine Eltern immer so gegen 19 Uhr essen gehen, können wir schlecht Mittags ankommen und auch nicht zu spät weil dann wär die Überraschung ja nicht ganz so cool. Also mussten wir gut timen.
Der Weg von Düsseldorf nach Sylt sind etwa 650km. Und mit einem kleinen Ford Fiesta kann man vollgepackt ca 140km/h fahren... aber halt auch nicht immer weil Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Man sollte also 6-7 Stunden Fahrt einplanen.
Dann kommt noch der Sylt-Shuttle dazu. Denn man kann nicht einfach so auf die Insel fahren.
Der SyltShuttle oder auch Autozug kostet etwa 80€ hin und zurück. Fährt man an Tagen mit D (Dienstag und Donnerstag) hin und zurück kostet es weniger. War bei uns leider nicht der Fall :-(.
Aber die Fahrt dauert etwa eine Halbe Stunde, und je nach dem wann man ankommt, kann es sein dass man etwas warten muss. Generell fährt er aber recht oft.

Also nach Adam Riese sollten wir am besten gegen 8 oder 9 Uhr losfahren.
Haben wir auch gemacht... naja ... Schwester S. hat vorbildlich verschlafen und wurde durch Schwester T. um 8 Uhr geweckt. Wir wollten uns nämlich um 8.45 vor ihrer Haustür treffen. Nach wieder holtem Klingeln und Anrufen passierte nichts. Und obendrein steckte ihr Schlüssel auch noch von innen. PERFEKT!  Also bei den Nachbarn geklingelt und über ihren Gartenzaun in unseren geklettert und an die Scheibe gehauen. Endlich ist 'se wach! 
Schwester S. hat sich dann im Turbogang fertig gemacht und so konnten wir kurz vor 9 los.

Es gab wenig Verkehr, sodass wir das Ruhrgebiet recht schnell hinter uns ließen und den Weg über die A2 via Hannover wählten. Die A1 via Bremen kann man getrost vergessen, da befinden sich nur Baustellen und Knotenpunkte. Auf unserem Weg befanden sich zwar lange 120ger Strecken aber es ist angenehmer durchzufahren als immer wieder auf Bauarbeit-60ger-Zone runterzubremsen.
Zwischendurch tätigte Schwester S. den ersten "Geburtstags-Alibi-Anruf" . Sie hatte ne prima Ausrede, sie sagte einfach sie säße mit einer Freundin im Auto auf dem Weg zum Einkaufen.

Der Weg plätscherte sich dann so bis kurz vor Hamburg hin. Ja... Hamburg, da war doch was. Richtig , der Elbtunnel. Und irgendwie hatten nicht nur wir die Idee dort lang zu fahren, also standen wir ca. ne halbe Stunde im Stau. Leider kann man das Problem nur durch nen anderen Zeitrum der Fahrt beheben, aber wir waren Tapfer und Schwester T. hat währenddessen die Zeit genutzt ihren Alibi Geburtstagsanruf zu tätigen, was sich als etwas schwieriger rauskristalisierte.
Denn es fuhren laufend grosse Trucks auf der Gegenfahrbahn vorbei , und das hört man dann doch.
Also haben wir kurzerhand alle Decken im Auto über sie drüber gelegt, so hörte es sich an, als wäre sie in einem Kleinen Raum. Anruf gegkückt, Mutti happy, wir entspannt.

Der Rest der Fahrt verlief, trotz ein paar Regenschauern, recht cremig und auch lustig.
Und, als hätte man es erwartet, fuhren wir perfekt getimed, ohne warten, auf den Autozug auf.
Duduk , duduk, duduk .... so hört sich das an wenn man draufrollt. Da der Zug 2stöckig ist, werden normales Autos , Kleinwagen und Limousinen in der Regel nach unten gelotzt und Vans, SUVs und Autos mit Dachgepäck nach oben . Manchmal hat man das Glück trotzdem nach oben zu kommen, wir nun diesmal nicht.
Oben kann man natürlich viel weiter und schöner sehen. Vorallem lohnt sich das auch noch. Die ganzen blühenden Rapsfelder, kleine Kälber und Lämmer und vorallem das Meer mit seiner Wattseite können bestaunt werden.

Vom Autozug runtergerollt checken wir die Uhrzeit : 17.00 !
BÄM ... Perfekt!
Wir müssen also nicht mehr lange warten, denn aus vertrauenswürdigen Quellen erfuhren wir dass Ma und Pa schon um 18 Uhr dinieren. Wunderbar ! Also alle ab ins Bad und frisch machen.
Dann setzten wir uns ins Nebengebäude und linsten durchs Fenster und warteten gespannt.
Als wir dann unseren Vater in der Bar erkannten, machte sich Schwester S. für ihren Auftritt bereit. Sie sollte meine Eltern( und ihre Gäste) mit einem Aperetiv, also Champanger, begrüßen. Professionell ging sie schnell hinter den Tresen, nahm sich ein vorbereitetes Tablett und gab es rum. T. und ich warteten ganz still und aufmerksam. Nichts passierte. Auch nach weiteren Sekunden passierte immer noch nichts. Vielleicht haben wir es einfach nicht gehört und verpasst. ABER DANN... wir hörten einen kurzen Aufschrei, sogar von mehreren :). Erste Überraschung geglückt.
Natürlich fragte meine Mutter direkt nach, was sie denn hier mache und wie sie angekommen ist ( Schlauerweise sagte sie, sie sei alleine mit dem Zug, die anderen müssten ja arbeiten).
Schwester S. und Schwester T. höchst adrett :D

Nach ein bisschen Smalltalk wanderten nun alle zum Tisch. An diesem Punkt machte T. sich bereit. Adrett eingekleidet mit passender Weste schnappte sie sich die Speisekarten und watschelte straight zum Tisch. Verteilte einige Karten und diesmal reagierte die schon leicht "aufgewühlte" Mutti viel schneller und es flossen sogar sofort einige Tränchen.  T. konterte übrigends noch cooler mit " Was machst du denn hier S.?!" ...
Ich wartete währendessen schon in der Bar und konnte die ganze Zeit den Tisch beobachten.
Nachdem sich dann alles wieder beruhigt hatte und man sich in Sicherheit wog, setzte ich dann zum finalen Stoß an.
Ich ging dann also locker flockig auf meine Mama zu und stimmte das allseits bekannte " Happy-Birthday" an . Und schon schossen Mutti wieder wasserfallartig die Tränen in die Augen. Nach ein bisschen " alles-rauslassen" übergab ich ihr dann auch noch ein kleines Geschenk, inklusive Spiegel, Abschminktüchern und Mascara. Damit auch nacher alles wieder im Lot ist.

Ja damit hatte sie wirklich nicht gerechnet. Alles hat wunderbar geklappt. Und wir hatten anschliessend noch ein paar Tage Sylt Urlaub um den ganzen Stress wieder wett zu machen ;-)


Entspannung und Strandkörbe !
Was wir aber bis dahin noch nicht wussten, war dass unsere Eltern auch für uns eine Überraschung hatten. Und zwar in Form eines wollknäulgroßen Wollknäuls namens "Poppy".

Ist sie nicht echt Goldig...
Aber dazu später mehr ;-)




Habt ihr auch schonmal für jemanden eine aufwändige Überraschung geplant oder ein Familienmitglied derartig überrascht?


Der rockin' Festival-Guide

Was braucht man für ein Festival (vorallem als Mädchen).
Die einen würden ja meinen, auf nem Festival brauch man nur eins : BIER.
Wenn man davon genug drin hat, ist einem eh egal was sonst noch passiert. An sich bin ich ja nicht abgeneigt, aber für die Vernünftigen unter uns habe ich eine kleine Checkliste erstellt.

Generelles Equitment:

  • Die Festival Eintrittskarte Denn ohne die geht ja eigendlich garnix. Vergesst auch nicht zeitig euer Bändchen zu hohlen.
  • Zelt/Wohnwagen oder Hotel Da in der Regel die Preise der Meisten Hotels furchtbar hoch sind und auch oft zu weit weg, würde ich dass meistens ausschliessen, ausserdem wo ist denn dann bitte die FestivalAtmosphäre ;D
  • Isomatte oder Aufblasbare Matratze
  • (Thermo)Schlafsack und eine Notfalldecke Man glaubt es kaum, aber bei RAR kann es nachts sogar mal 2 Grad kalt werden.
  • Wasser Am besten in Kanistern, zum Trinken und vielleicht auch Waschen, in der Regel gibt es aber Duschcontainer und Wassertanks auf großen Zeltplätzen.
  • Campingherd Hier eigenet sich ein kleiner Campingkocher mit interner Gaskartusche, nimmt wenig Platz weg aber man sollte mit der offenen Flamme aufpassen.
  • Grundnahrungsmittel Am besten die guten Alten Dosenravioli ;.) Aber auch gegen ein Paar Äpfel und alles was nicht unbedingt kühl gelagert werden muss ist nichts einzuwenden.
  • Bauchtasche Denn in die kommt alles was wichtig ist.
  • Dichte Regenjacke und feste Stiefel  Denn wenn es gießt, dann richtig. Und wenn man naß ist unterkühlt man schnell.
  • Wechselklamotten für heiße und kalte Gelegenheiten das heißt man sollte neben einer Jacke auch noch Badehose/Bikini einpacken.
  • Toilettenpapier
  • Stift und Zettel Man weiss ja nie ob was notiert werden muss, man ein lustiges Spiel spielen will oder sonst. Auch ein Edding kann nicht schaden.
  • Gaffa-Tape Das "Ich-kann-alles" Band, eigendlich nicht wegzudenken. Als Beschrifter, Busenabkleber und zum Befestigen, als Abdichter und zum Basteln von Tetrapack-Umhänge-Schlaufen. Es findet sich immer was.
  • Campingstühle
  • Kühlbox am besten mit Batterien
  • Schloss für Das Zelt, zwar ist das nicht die 100% Sicherung eures Zeltes aber es hält doch den einen oder anderen ab
  • Taschenlampen
  • Waschzeug ein bisschen Hygiene solle sein
  • Personalausweis In Deutschland herscht Ausweispflicht. Abgesehen davon kann es ja auch ma sein dass euch was passiert, ihr könntet umkippen und es ist keiner da der euch kennt.

Persönliches:

  • Bargeld Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Für ein paar Getränke und nen Notfall sollte es reichen. Natürlich sollte man sich auch was für Merchendise einplanen, verzichte ich aber meistens drauf. Denn was man nicht dabei hat, kann man nicht verlieren.
  • Handy Vorallem auf so riesigen Festivals kann man sich schnell mal im Zeltgetümmel verlieren, allerdings sollte man es sicher in der Bauchtasche oder der Hose aufbewahren. VORHER VOLL AUFLADEN !
  • FirstAidKit bestehend aus: Oropax (GANZ WICHTIG), Sonnencreme, Pflaster, Desinfektionsspray oder Gel, Taschentücher, Antiallerikum, Magen und Schmerztabletten
  • Tetrapak oder Plasmabeutel Denn mit Flaschen kommt man auf kein Gelände.

Das sind die grundsätzlichen Dinge mit denen man überlebt. Jetzt kommt noch das Bonusmaterieal wobei ich mir immer sage : Alles was du nicht mitnimmst, kannst du nicht verlieren!

  • Radio/MP3 Station/Ghettoblaster Denn der Tag hat 24 Stunden und auch das FestivalGelände ist nicht immer offen. Aber denkt dran dass ihr keinen Strom habt, deswegen...
  • Volle Akkus und Batterien ausser ihr habt nen ...
  • Generator nunja , es ist wirklich Praktisch Strom dabei zu haben, aber auch nervig wegen der Lautstärke und der Umweltbelastung. Oftmals sind sie auch schon verboten, also achtet darauf !
  • Kamera am besten eine Kleine die man gut verstecken kann. Videokameras sind auf dem Zeltplatz bestimmt auch lustig, aber auf den Festivalgelände verboten.
  • Ball Notwendig und das allseitsbeliebte "Flunkyball" zu spielen.
  • Bier
  • Sonnenbrille und Hut denn wenn die Sonne knallt brauch man sich nicht zu sehr strapazieren
  • Verhütungsmittel Man weiß ja nie , gell? ;D
Generelle Tipps

Wer das Glück hat mit vielen anzureisen und Platz im Auto zu haben, sollte sich am besten eine Schubkarre oder einen Rollwagen klar machen, denn wenn man 100 mal zum Auto und zurück rennen muss, ist man für den ersten Tag direkt durch.

Macht am besten eine Liste über alle Dinge die ihr mitnehmt, dann könnt ihr bei der Abreise checken ob nichts verloren gegangen ist.

Reist nicht nach dem letzen Gig ab. Versucht auch den nächsten Tag frei zu haben. Das macht das Abreisen wesentlich entspannter, es gibt weniger Schlangen und dadurch dass soweiso immer ein Paar in der Nacht abreisen ist alles viel freier.

Falls ihr euch nicht grenzenlos abfüllt wird es nachts hart zu schlafen. Versucht also einen Zeltplatz zu finden, der nicht in den Partyzentren der Zeltplätze zu finden, aber auch nicht am Rand, da wird ja viel gepinkelt. Versucht etwas Schlaf zu bekommen, damit ihr nicht irgendwann im Konzert umkippt. Dafür solltet ihr auf JEDEN FALL Oropax dabei haben.

Seid entspannt. Es gibt nichts schlimmers als sich selber zu stressen, weil man für Diese eine Band undbedingt in der Ersten Reihe stehen muss. Oder dass man einen Künstler verpasst. Checkt vorher die Spielpläne ab, rechnet euch ein bisschen Gedränge ein und sucht euch lieber einen Platz bei dem nette Menschen stehen, wo man gut Hören kann und ausreichend seht.

Wer Mosh oder Circlepits vermeiden will, sollte mehr aussen und hinten stehen. Falls man doch dort hinein geraten sollt, macht direkt klar dass ihr nicht wollt und flieht gegebenenfalls. Meistens sind die Leute in den Pits angetrunken und achten nicht auf ihre Umgebung, in der Regel achten aber die meisten darauf , dass wenn jemand hinfällt, demjeningen schnell hochgeholfen wird.

Nehmt auf das Festivalgelände ein bisschen abgerolltes Klopapier mit. Wenn ihr nämlich doch mal müsst ist garantiert kaum noch was von diesem 1mü dünnem Recycle-Papier da und das ist fies. Desinfektionsgel oder Spray ist hier auch immer willkommen. Machts schnell und atmet vorher tief ein ;D

Was man generell sein lassen sollte:

  • Müll werfen und Produzieren
  • zu viel Alkohol
  • wildes Pinkeln
  • Pöpeln
  • Feuerwerk und offenes Feuer
  • Schlechte Laune haben :)

So das sind meine Tipps... ich hoffe der eine oder andere kann noch was damit anfangen. Es kommen ja noch ein Paar Festivals diesen Sommer :). Habt viel Spass und genießt die Zeit, lernt neue Leute kennen und seid den anderen stehts ein Vorbild !

Wo seid ihr denn dabei? Habt ihr schonmal was wichtiges Vergessen? Welches war eurer bestes Festival?